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Wetzikon - Lachen 07. 09. 06 |
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Geschrieben von Marion Sigrist
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Sonntag, 10. September 2006 |
Ein wunderschöner Tag ging langsam zu Ende, als sich die Wetzikerinnen in den Meierwiesen zusammenfanden. Einige gönnten sich noch ein Coca-Cola vor dem Match um den Zuckerspiegel etwas anzuheben, was sich später leider als sehr ungeschickt herausstellte (ich werde es auch sicher NIE wieder tun!). Kurze Zeit später und einige Taktik-Anweisungen reicher, begann das Warmlaufen. Alle waren sehr gespannt auf den Match gegen den unbekannten Gegner und das nur mit der Hälfte unserer berühmt berüchtigten „Endstation“. Diese setzte sich am Donnerstag nun nicht mehr aus Elina, Fabi, Martina, Jill und Lisa zusammen, sondern aus Elina, Fabi, Martina und Thery. Auch das Mittelfeld wurde aufgrund dieser Änderung etwas umstrukturiert: Neu spielte unsere eine zurückhängende Sturmspitze Sandy rechts aussen und an ihrer Stelle kämpfte Tamara. Soweit zur Aufstellung.
Schon nachdem nur wenigen Minuten, war klar zu sehen: Lachen war eindeutig unterlegen. Doch wie schon öfter musste Gianni lange an der Linie zittern bis endlich das erlösende Erste Tor erzielt wurde. Einmal mehr zeigte Lulu eine riesen Show und arbeitete sich bis zum Torwart (oder Torwärtin?!) durch und lancierte den Sack ins Netz. In der ersten Halbzeit kamen die Laachnerinnen kaum über die Mittellinie hinaus, wenn dann nur mit langen Bällen die dann aber von der Endstation „entschärft“ und wieder nach vorne gebracht wurden. Kurz vor der Pause wurde jemand dann ausgewechselt von Beena. Wie schon gesagt, diese Person wird sicher kein Coca Cola mehr vor dem Match trinken J. Hier muss ich jedoch noch anmerken, dass das vielleicht auch Schicksal war, wie sich kurze Zeit später herausstellen würde. Zur Halbzeit stand 1:0 und uns war klar: Da geht eindeutig noch mehr! Das wurde dann während dem schlürfen des Pausentees (welcher übrigens in Wetzikon lecker und MIT Zucker ist) von Gianni auch noch näher erläutert. In der Anfangsphase spielten wir konstant weiter und schon nach einigen Minuten konnte das 2:0 durch Pati Lang erzielt werden. Nach einem perfekt getretenen Freistoss nahe am 16ner, landete der Ball ohne weitere Berührung im Tor. Nun drehten wir noch ein wenig auf und nur wenig später fiel das ganz erlösende 3:0. Plötzlich wurde der Himmel dunkel, fast schwarz, obwohl doch der ganze Tag wunderschön gewesen war. Uns schwante Übles. Was sich kurz später bestätigte: Es begann zu regnen als wäre es das letzte Mal, dass es in den nächsten 100 Jahren regnen würde. Wahrscheinlich wäre sogar Noah mit seiner Arche untergegangen bei diesem starken Regen. Einige Zuschauer ahnten dies schon genug früh und retteten sich unter die schützende Tribüne. Andere, unter anderem auch die Ersatzspielerinnen und Trainer harrten weiter am Rand aus. Man konnte kaum noch die Augen offen halten, die Regentropfen stachen wie tausend Stiche die Haut. Als es immer schlimmer wurde und der Wind auch noch Orkanartig zu blasen begann, hechteten sich sogar einige aktive Spielerinnen hinter die Sponsoren- Abschrankung. Das sorgte wiederum für Verwirrung bei anderen Spielerinnen, wie auch Zuschauern, die sich, im Glauben das Spiel sei unterbrochen, mit einem Sprint quer übers Spielfeld unter die Tribüne retteten (dass das Spiel noch lief und die andern noch spielten, war mir erst aufgefallen als ich schon in der Mitte warJ). Ich habe ja gesagt, vielleicht war es Schicksal dass ich vorher ein Cola trank und mich dann vor der Flut retten konnte. Wie gesagt, der Schiri liess weiter spielen und unterbrach keine Minute. Dass wir in diesem Sauwetter sogar noch zum 4:0 erhöhen konnten halte ich für Wunder. In diesem Sinne möchte ich gerne noch allen meinen Mitspielerinnen danken, die bei diesen Bedingungen doch noch ihr bestes gegeben haben, respect! Etwa eine Viertelstunde vor Schluss hörte der Sturm auf und man konnte sogar noch wenig Sonnenlicht sehen. Doch dann passierte noch das schlimmste: Thery landete nach einem Zweikampf Duell brutal auf dem Steissbein. Sie wurde direkt aus dem Spielfeld auf die Angrenzende Tartanbahn geschleudert. Ich kam also doch noch einmal zum Einsatz, in der Verteidigung. Wir konnten dann durch frühes stören und abwehren den Stand von 4:0 bis zum Schluss halten, und brachten souverän die 3 Punkte nach Hause.
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